27.05.2019


235 Projekt Der alte Baum MKK Halle
     Auf der Bühne wird erklärt und gezeigt, was aus einem Baum werden kann.                       Foto: S. Müller

 

AQA verarbeitet Frankfurter Weihnachtsbaum in ihren Werkstätten

Eine 30 Meter hohe Fichte aus dem Raum Schlüchtern wurde im Oktober 2018 von einer Jury aus Weihnachtsmarktvertretern aus Frankfurt, Schlüchterner Kommunalpolitikern und Journalisten sorgfältig für den Frankfurter Weihnachtsmarkt ausgewählt. Drei aussichtsreiche Kandidaten hatten zur Wahl gestanden. Die rund 80 Jahre alte Fichte erhielt den Zuschlag. Der Auswahlprozess sei so akribisch durchgeführt worden, weil die Frankfurter den Weihnachtsbäumen gegenüber sehr kritisch seien.

Die Erste Beigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, der Bürgermeister Matthias Möller aus Schlüchtern, der Geschäftsführer von Spessart-Tourismus, Bernhard Mosbacher, und Vertreter der Firma AQA GmbH berichteten über den Weg des Baumes zu seinem Bestimmungsort nach Frankfurt und seine weitere Verwendung.

Nachdem für den Weihnachtsmarkt in Frankfurt schon zahlreiche schöne Bäume aus Regionen wie beispielsweise dem Schwarzwald ausgesucht worden waren, sei die Idee geboren worden, im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt Schlüchtern, Spes­sart-Tourismus und dem Main-Kinzig-Kreis einen Baum aus dem Spessart zur Verfügung zu stellen. Dieser kam bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes und seinen Kritikern gut an. Aus der Tatsache, dass bislang alle Weihnachtsbäume mit der Verbrennung immer dasselbe Schicksal ereilt habe, sei im Sinne der Nachhaltigkeit die Idee geboren worden, den Baum stattdessen in den Holz-Lehrwerkstätten von AQA zu verarbeiten. So entstanden Produkte wie Apfelweinglas-Träger, Ladestationen für Smartphones und Speisekarten aus Holz. Diese würden gemeinsam mit der Tourismus GmbH des Kreises vermarktet werden.

Wie Simmler sagte, sei dieses Projekt eine gute Kampagne für den Tourismus in der Region gewesen. Nach dem Fällen der riesigen Fichte wurde ebenfalls nachhaltig gehandelt, denn im betroffenen Waldstück wurden 50 neue Bäume gepflanzt. Damit sollte der Verlust der alten Fichte wieder ausgeglichen werden.

 

 Quelle: GNZ vom 27.05.2019

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