10.03.2016 


Bild Spende Frauenhaus 10 03 2016
Dank für die Unterstützungen und Spende an das Frauenhaus in
Wächtersbach, v. l.: Elke Arnold, Andreas Weiher, Susanne Simmler,
IKEA-Einrichtungshauschef Martin Goldberg und Anja Zeller von der
Marketingabteilung bei IKEA-Hanau, Frank Emrich und Helmtrud Abs,
Frauenbauftragte des Main-Kinzig-Kreises Ute Pfaff-Hamann und Angela Braun. 

Für die im vergangenen Jahr von der IKEA-Stiftung erhaltene großzügige Spende in Höhe von 18.000 Euro haben sich die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses in Wächtersbach im Rahmen einer kleinen Feierstunde bedankt.

Ebenfalls zu diesem Termin eingeladen waren die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Helmtrud Abs, Geschäftsführerin der kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA), und Frank Emrich (ebenfalls von der AQA)  sowie Andreas Weiher, Bürgermeister von Wächtersbach.

„Die großzügige Spende verhalf zu einer neuen Grundausstattung für den Jungen- und Mädchenbereich, außerdem wurden die Familienzimmer mit neuen Möbeln ausgestattet und Spielzeug sowie Gebrauchsgegenstände angeschafft“, berichteten  Angela Braun und Elke Arnold vom Frauenhaus.

Den Dank richteten sie auch an den Main-Kinzig-Kreis sowie an die kreiseigene Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung, die beim Aufbauen und Montieren der Möbel zur Stelle waren sowie an den Bürgermeister der Stadt Wächtersbach, für die Unterstützung bei der Renovierung einiger Zimmer.

Das Frauenhaus in Wächtersbach gibt es seit 24 Jahren. Insgesamt fanden in dieser Zeit 1153 Frauen und 1194 Kinder Schutz und Zuflucht in der Einrichtung, im vergangenen Jahr waren es 59 Frauen und 57 Mädchen und Jungen. Immer noch ist Gewalt gegen Frauen ein Problem, überall in der Welt und auch bei uns im Main-Kinzig-Kreis. „Gewalt in der Gesellschaft ist eine Realität und ich denke, wir werden die Frauenhäuser noch lange brauchen, sie sind wichtige Anlaufstellen und für den Main-Kinzig-Kreis unverzichtbare Einrichtungen“, sagte Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Susanne Simmler. Sie freut sich, dass die Spenden und Unterstützungen für das Frauenhaus eine deutliche Verbesserung brachten.

Im Main-Kinzig-Kreis gibt es neben dem Frauenhaus in Wächtersbach ein weiteres in Hanau mit jeweils 24 Plätzen. Die Frauenhäuser sind mehr als eine bloße Unterkunft, die Betroffenen werden hier auch psychologisch betreut und beraten. Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Wächtersbach unterstützen Frauen, die in ihrer Partnerschaft oder Familie von physischer oder psychischer Gewalt betroffen oder bedroht sind. Sie begleiten sie zur Polizei, zu Rechtsanwälten oder Ämtern. Regelmäßige Beratung hilft den Betroffenen dabei, sich aus ihrer derzeitigen Beziehung zu lösen und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Gesprächsgruppen für Mütter helfen ihnen bei der Kindererziehung. Freizeitangebote wie Kinobesuch, Grillabende, Ausstellungsbesuche, kreative Workshops oder Mutter-Kinder-Freizeiten bieten den Frauen die Möglichkeit, sich zu entspannen und abzuschalten.

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses kümmern sich auch um die oft traumatisierten Kinder. Neben Spiel- und Freizeitangeboten helfen sie ihnen dabei, die Gewalterfahrungen aufzuarbeiten und bringen ihnen nahe, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann. Viele Kinder benötigen intensive Begleitung und die Zusammenarbeit mit Frühförderung, Logopäden, Ergotherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Während einer Präsentation gaben die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses einen Überblick über die Anschaffungen und Modernisierungen, die durch die Spende möglich wurden, „so dass die Frauen und insbesondere deren Kinder in ihrem neuen Lebensraum ein Stück Geborgenheit finden und sich wohl fühlen“, sagte Angela Braun.

 

 

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