25.02.2016 


Bild Migranten in Arbeit 25 02 2016
Zufrieden mit „MiA“: Die Projektbeteiligten um Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler
(Mitte) wollen, dass die Qualifizierung „Migranten in Arbeit“ fortgesetzt wird.

Projekt „Migranten in Arbeit“: Letzter Tag auf der Lehrbaustelle – Beteiligte zeigen sich sehr zufrieden mit Pilotgruppe

Die letzten Tage im Projekt „Migranten in Arbeit“ laufen für die Teilnehmer routiniert ab: gemeinsamer Start in der Lehrwerkstatt in Schlüchtern mit anschließenden praktischen Übungen beziehungsweise intensiver Deutschunterricht. „Es ist schade, dass das hier bald fertig ist“, sagte einer der Teilnehmer in Arbeitskluft bei einem Besuch einer größeren, namhaften Delegation. Zu Gast waren unter anderem Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs, KCA-Vorstand Michael Krumbe, Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Klaus Zeller  und Peter Jökel vom Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen. Sie zogen zufrieden Bilanz und waren sich einig: Das Pilotprojekt soll eine Fortsetzung finden.

„Es erfüllt uns alle mit Stolz, was wir hier gemeinsam im Laufe der vergangenen Monate organisiert haben. Vor nicht einmal einem Jahr wurde die Idee geboren, Deutschunterricht und das Erlernen von handwerklichen Basiskenntnissen in einem gemeinsamen Programm zusammenzubringen, getragen von mehreren Gesellschaften und Verbänden. Heute befinden sich schon die ersten Teilnehmer dieses Projekts in einer Ausbildung oder wechseln in Kürze in Handwerksbetriebe. Das sind tolle Erfolge. Wir haben hier Hand in Hand wertvolle Grundlagenarbeit geleistet“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

Peter Jökel konnte die Sichtweise des Main-Kinzig-Kreises nur bekräftigen. „Die Zusammenarbeit zwischen Kreishandwerkerschaft, KCA, AQA und dem Kreis hat hervorragend funktioniert. Darauf aufbauend werden wir das Projekt gerne weiter unterstützen“, kündigte Jökel an.

In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Center für Arbeit (KCA), der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern und den Bildungspartnern Main-Kinzig (BiP) bot die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) die Maßnahme „Migranten in Arbeit“, kurz: „MiA“, an. Das Kommunale Center für Arbeit fungierte als Auftraggeber, kümmerte sich um die Finanzierung und suchte die Teilnehmer aus. Die AQA war für die Konzeption, Organisation und die Lehrinhalte zuständig und die Kreishandwerkerschaft für die Vermittlung der Fachpraxis und Fachtheorie auf der Lehrbaustelle in Schlüchtern. Die Bildungspartner übernahmen den Sprachunterricht.

Im August 2015 hatte die Maßnahme begonnen, am Ende der insgesamt achtmonatigen Qualifizierung stehen nun noch ein vierwöchiges betriebliches Praktikum sowie ein Bewerbungstraining an. Wobei die Arbeitsplatzsuche für die sieben verbliebenen Teilnehmer nicht das große Thema ist: Sie haben am Ende von „MiA“ ihren Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz bereits sicher. Auch hier stellte sich das Netzwerk zwischen AQA, KCA und Kreishandwerkerschaft als äußerst fruchtbar heraus. Zuvor hatten bereits fünf „MiA“-Teilnehmer die Qualifizierungsmaßnahme abgebrochen, um eine reguläre Arbeit aufzunehmen.

„Mit ‚MiA‘ haben wir gute Erfahrungen gemacht und einige Erkenntnisse gewonnen, wie die Integration der Asylbewerber in den Arbeitsmarkt schnell und erfolgreich gelingen kann. Daher wird ‚MiA‘ weitergehen, mit mehr Teilnehmern und einer größeren Bandbreite an Qualifizierungsrichtungen“, kündigte Simmler im Werkstattbereich der Stuckateure in Schlüchtern an, wo die Teilnehmer zuletzt arbeiteten. Auf das Netzwerk im Hintergrund wolle man weiter setzen und erneut einen Schwerpunkt aufs Handwerk legen, so Simmler. Darüber hinaus sollen aber auch Angebote für Frauen geschaffen werden. Gespräche mit weiteren Kooperationspartnern hat die Erste Kreisbeigeordneter bereits geführt.

 

 

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