23.04.2010 


 
 

Anlässlich des zehnten bundesweiten Girls’ Day besuchten am Donnerstag, den 22. April, achtzehn Mädchen und ein Junge die Ausbildungswerkstätten der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (aqa), um sich über die Berufe der Holz- und Konstruktionsmechanikerin zu informieren.

Zunächst erfolgte eine kurze Begrüßung durch den Kreistagsabgeordneten Dr. André Kavai im Forum des Main-Kinzig-Kreises sowie ein kurzer Vortag des Frauenbüros. Danach wurden die Mädchen mit den betriebseigenen Fahrzeugen der aqa nach Gründau gefahren. Dort wurden sie von Sabine Farr-Bernges, Leiterin des aqa-Bildungsservice, herzlich empfangen.

Die Girls‘-Day-Teilnehmerinnen bekamen eine kurze Einführung in die Arbeit der aqa: Frau Farr-Bernges erklärte, dass bei der aqa langzeitarbeitlose Menschen durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen bei der Suche nach einer neuen Anstellung auf dem ersten Arbeitmarkt geholfen wird. Auch Jugendliche können bei der aqa verschiedene Berufe erlernen. Die Ausbildung des Holz- und Konstruktionsmechanikers gehören nach wie vor zu einer beruflichen Männerdomäne, für die sich viele Mädchen nicht zu interessieren scheinen – umso erfreulicher, dass in diesem Jahr das Interesse an der Arbeit in den Werkstätten so groß war.

Nachdem die Mädchen mit Schutzkleidung ausgerüstet und verpflegt waren, begann eine Hälfte der Gruppe ihre Einführung in den Beruf der Konstruktionsmechanikerin in der Metallwerkstatt, während die anderen Mädchen ihre Fähigkeiten als Holzmechanikerinnen beim Anfertigen von Nistkästen in der Holzwerkstatt erproben konnten.

Sichtlich Spaß machte es allen Mädchen, unter der Anleitung der Ausbilder und ihrer Auszubildenden, mit dem Akkubohrer Schrauben festzuziehen, Holzteile mit einem großen Hammer festzuklopfen, Aluminiumteile zu feilen und zu polieren und Löcher für ihr „tictacto-Spiel“ in die Metallblöcke zu bohren. Auch Frau Gertraud Preuss, Leiterin des Ausbildungsbereichs, ließ es sich nicht nehmen, die gute Arbeit der Mädchen zu begutachten und hatte viel Lob für das handwerkliche Geschick der 12- bis 15-Jährigen übrig.

Am Ende des Tages waren alle Mädchen glücklich über ihre erfolgreiche Arbeit in den Werkstätten.

„Am meisten Spaß hat mir gemacht, dass wir Sachen selbst bauen und mit nach Hause nehmen durften“, gab eine Teilnehmerin freudestrahlend an und präsentierte stolz ihr selbstgebautes Vogelhäuschen.

Auch Gerhard Freund, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft, freute sich mit den Mädchen über den gelungenen Tag: „Ich bin sehr stolz auf unsere Auszubildenden, die sich an diesem Tag sehr vorbildlich gezeigt und den Mädchen bei dem Anfertigen der Werksstücke geholfen haben. Das zeigt, dass sie nicht nur viel gelernt haben, sondern dieses Wissen auch weitergeben können.“

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok