19.07.2007 


 

Das hat gepasst.

Das Speditionsunternehmen Hanauer-System-Verkehre (hsv) brauchte dringend weitere Berufskraftfahrer, die kreiseigene Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) suchte Qualifizierungsmöglichkeiten für ihre Schützlinge, und die Hanauer Fahrschule Gote hatte die Kapazitäten, einen Lehrgang für mehrere Kraftfahrer anzubieten. So kam es, das alle 16 Teilnehmer der AQA-Qualifizierung im Anschluss eine feste Arbeitsstelle fanden. Landrat Erich Pipa überreichte den 16 Männern im Alter von 21 bis 57 Jahren ihre Zertifikate als Berufskraftfahrer im Fernverkehr.

„Wir erhalten oft Anfragen von Firmen, die Kraftfahrer suchen“, berichtete Erich Pipa. „Gerade im Rhein-Main-Gebiet werden LKW-Fahrer gesucht.

Die Verantwortlichen der AQA haben zielgerichtet auf den Bedarf reagiert, und nach sorgfältiger Teilnehmerauswahl, Vorbereitung und Begleitung gibt uns nun der Erfolg dieser Qualifizierungsmaßnahme eindrucksvoll recht.“ Der Landrat wünschte den frisch gebackenen Berufskraftfahrern viel Erfolg und allzeit gute Fahrt.

AQA initiierte die Qualifizierungsmaßnahme gemeinsam mit der Fahrschule Gote als Bildungsträger und der Firma Hanauer-System-Verkehre, die von vornherein zusagte, einige der erfolgreichen Absolventen zu übernehmen. Zunächst suchten AQA-Fallmanager nach festgelegten Zugangsvoraussetzungen potenzielle Teilnehmer unter den Langzeitarbeitslosen aus. Unter anderem musste eine Fahrerlaubnis vorliegen, ein polizeiliches Führungszeugnis, und das Konto in Flensburg durfte nicht mehr als vier Punkte aufweisen. Ebenso waren Suchterkrankungen auszuschließen und eine arbeitsmedizinische Voruntersuchung durchzuführen. In Informationsveranstaltungen erhielten die Männer einen Überblick über das Schulungskonzept und die beruflichen Perspektiven.

Zehn der Teilnehmer waren ohne Berufsausbildung, teils auch ohne Schulabschluss, sechs hatten Ausbildungen in anderen Berufen vorzuweisen. Einige der Männer hatten bereits als Fahrer, etwa in Kurierdiensten, gearbeitet. In der gut zweieinhalb Monate dauernden Qualifizierung zum Berufskraftfahrer im Fernverkehr erwarben sie die Fahrerlaubnis Klasse CE und den Flurfördermittelschein. Sie erhielten die Gefahrgutausbildungen „Basis“ und „Tank“, lernten Ladungssicherung und wirtschaftliches Fahren. Darüber hinaus trainierten sie Kommunikation, Motivation, Konflikt- und Stressbewältigung und absolvierten Praktika in Speditionsbetrieben.  

Alle 16 Absolventen fanden im Anschluss Arbeitsstellen.

Sieben übernahm HSV, die anderen verteilten sich auf andere Transportunternehmen. „Das ist ein tolles Resultat“, freuten sich Landrat Pipa und AQA-Geschäftsführer Gerhard Freund. Ein Folgekurs ist bereits in Planung.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok