01.10.2012 


 
Über die neue Maßnahme „Karrierestart mit Kind“ informierte sich Helmut Geyer, Vorsitzender des Beirats für
Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung (hintere Reihe sechster von links).

Der Main-Kinzig-Kreis fördert im Rahmen des Landesprogramms „Arbeitsmarktbudget“ das Seminar „Karrierestart mit Kind“. Es handelt sich hier um ein gemeinsames Angebot der Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) und dem Kommunalen Center für Arbeit (KCA)  und richtet sich an alleinerziehende Mütter.

Vor einem Jahr waren im Main-Kinzig-Kreis fast 2.700 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Viele Alleinerziehende benötigen staatliche Hilfen. Deshalb unterstützt der Main-Kinzig-Kreis mit dem Projekt „Karrierestart mit Kind“ alleinerziehende Mütter auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt.

Helmut Geyer, Vorsitzender des Beirats für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung, überzeugte sich bei einem Besuch vor wenigen Tagen am Kursort in Hanau bei den Teilnehmerinnen dieses Seminars von den ersten Erfolgen. Im aktuellen Kurs werden 22 Frauen auf dem Weg, Kind und Beruf miteinander zu vereinbaren, vorbereitet. Ein weiterer Kurs findet in Wächtersbach statt, hier nehmen 14 Frauen  teil.

Entsprechend dem Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird den Kursteilnehmerinnen wohnortnah eine neue Perspektive gegeben.

Von Beginn an werden sie bei der Organisation der Kinderbetreuung unterstützt und erhalten Hilfe in Einzelgesprächen zur beruflichen Orientierung, Bewerbungstraining und die Möglichkeit den Pkw-Führerschein zu erwerben.

Im Rahmen einer kleinen Präsentation berichteten die Frauen von ihren ersten Erfolgen auf dem Weg zum beruflichen Wiedereinstieg. Nicht nur, dass sie mit dem Erwerb des Führerscheins viel mobiler und flexibler geworden sind, so haben die meisten von ihnen inzwischen auch eine ganz konkrete Vorstellung davon, was sie beruflich erreichen möchten. Aufgrund der eigenen Stärken und Fähigkeiten, die ihnen erst in dem Kurs bewusst wurden. Ob als Verkäuferin im Einzelhandel, Erzieherin in Kitas oder eine Tätigkeit im Büro,  eine Ausbildung im Bereich der Alten- oder Krankenpflege, haben fast alle von ihnen entsprechend ihren Wünschen bereits einen Praktikumsplatz und damit den nächsten Schritt  ins Berufsleben getan.

„Wir sind viel selbstbewusster geworden“, berichtete eine dreifache Mutter, die seit neun Jahren zu Hause ist und keinen Schulabschluss hat. Sie erzählte, dass sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten habe entwickeln können. Eine weitere Kursteilnehmerin sagte, dass sie täglich mehr dazu lerne, neue Kontakte knüpfe und sich aus der Isolation in der Familie befreit habe. Eine ebenfalls dreifache Mutter fühlt sich schon allein weil sie täglich in den Kurs gehe und hier einer Verpflichtung nachkomme, als Vorbild für ihre Kinder. 

Helmtrud Abs, Geschäftsführerin der AQA, freute sich gemeinsam mit Michael Krumbe, Vorstand KCA, über die ersten Erfolgsmeldungen der Frauen und beide sind sich sicher, dass die Teilnehmerinnen den Weg in die Erwerbstätigkeit und damit auch Unabhängigkeit schaffen werden.

Auch Helmut Geyer lobte den Einsatz und Fleiß der Frauen, „Sie werden gebraucht auf dem Arbeitsmarkt“, er forderte die Teilnehmerinnen auf, ihre Erfahrungen bei der Organisation des Familienlebens in den beruflichen Alltag mit zu integrieren.

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