02.10.2013 


 
v.l.n.r. Herren Schneikart, Dr. Herget, Gesser, Schwab, Huwe, Bade, Scharlau, Palzer, Frau Preuss und Herr
Schmidt. Vom Runden Tisch, Eugen-Kaiser-Schule, Ludwig-Geißler-Schule und AQA

Der aufgelassene „Alte Jüdische Friedhof“ in der Darmstädter Strasse in Steinheim wird hergerichtet.

Bereits vor zwei Jahren hatte der Ortsbeirat Steinheim sowie die städtischen Behörden die Anregungen des ‚Runden Tisches zum Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus“ genehmigt. So soll die Anlage, entsprechend ihrem historischen Charakter, wieder an der Dalbergstrasse geschlossen und an der Darmstädter Strasse mit einem niedrigen und immer zu öffnenden Tor eingezäunt werden. Der Entwurf stammt von Gernot Gesser und ist so gestaltet, dass er nicht abhält diesen öffentlichen Ort zu begehn. Ausgeführt werden die Maßnahmen von Steinheimer und Hanauer Jugendlichen und es ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Hanauer Ausbildungs- Qualifizierungs- und Schulträger. So erstellen bis Herbst die Auszubildenden der Ludwig-Geißler-Schule und der AQA, die Qualifizierungs- und Ausbildungsgesellschaft des Kommunalen Centers für Arbeit im Main-Kinzig-Kreis, das Lastenheft und die Eugen-Kaiser-Schüler werden mit der Schließung des Mauerdurchbruchs an der Dalbergstrasse und den Fundamentarbeiten an der Darmstädter Strasse beginnen. Im Frühjahr werden dann die Ludwig-Geißler-Schüler und die Auszubildenden der AQA das Tor herstellen. In der Zwischenzeit erstellen die Schülerinnen und Schüler der Eppsteinschule eine Dokumentation über die wechselvolle Geschichte des Friedhofes. Das große Kooperationsprojekt der verschiedenen in Hanau tätigen Ausbildungsträger soll im März nächsten Jahres dann der Öffentlichkeit übergeben werden.

Die Kosten für dieses soziale Gemeinschaftsprojekt werden durch Spenden finanziert. Spenden werden erbeten an die Evang. Kirche Steinheim, Konto 55 11 097 bei der Frankfurter Volksbank, BLZ 501 900 00 und dem Verwendungszweck: Friedhof.

Der „Runde Tisch zum Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus“ wird getragen von den drei Steinheimer Kirchengemeinden, dem Heimat- und Geschichtsverein Steinheim am Main e. V. und Steinheimer Bürgerinnen und Bürgern. Die Treffen sind öffentlich und erfolgen in loser Reihenfolge. Die Mitglieder beschäftigen sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus. Nach der Verlegung der „Stolpersteine“ für die jüdischen Opfer und der Anbringung der Hinweistafel an der letzen Steinheimer Synagoge wird nun über die Ermordung der Steinheimer Behinderten recherchiert und die Umstände dazu erforscht. Die erste Veranstaltung zu diesem Thema wird am 5. September stattfinden. Kontakt zum Runden Tisch erhält man über die Organisatoren.

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