14.04.2015 


 

Einen Besuch der ungewöhnlichen Art hat der heimische Bundestagsageordnete Dr. Peter Tauber dem AQA-Standort in der Hanauer Donaustraße abgestattet.

Gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Kai Whittaker, CDU-Abgeordneter aus dem baden-württembergischen Wahlkreis Rastatt und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie darüber hinaus ausgewiesener Arbeitsmarktexperte, informierte sich der CDU-Generalsekretär zum wiederholten Mal über die Arbeit der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) – und das nicht nur in der Theorie, sondern auch ganz praktisch an der Werkbank: Im grauen Arbeitskittel, ausgestattet mit Schutzbrille, Glasschneider und Lötkolben galt es für Tauber und Whittaker eine praktische Übungssequenz zu absolvieren – eine Aufgabe, die die beiden Politiker nach Aussage der anleitenden Teilnehmerin mit erstaunlichem Geschick bewältigten.

Seit 2005 ist der Main-Kinzig-Kreis als bundesweit eine von 69 sogenannten Optionskommunen mit der Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und benachteiligten Jugendlichen betraut. Als kreiseigener, kommunaler Bildungsträger wickelt die AQA im Rahmen eines Inhouse-Geschäfts Eingliederungsleistungen im Auftrag des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) ab.

Ziel ist eine nachhaltige Integration Langzeitarbeitsloser in den ersten Arbeitsmarkt.

Wie Geschäftsführerin Abs erläuterte, werden alle Teilnehmer auf ihrem Weg von mindestens zwei Mitarbeitern fachlich sowie sozialpädagogisch begleitet. Derzeit betreut die AQA allein circa 120 Auszubildende in zwölf unterschiedlichen Ausbildungsberufen und zwar integrativ sowie kooperativ, sprich im Zusammenspiel mit externen Betrieben. Ein neuer Ausbildungsberuf soll in Kürze aller Voraussicht nach mit der „Fachkraft für Möbel, Küchen und Umzugsservice“ geschaffen werden.

Maßgeschneiderte Projekte wie „Bahn frei – in 100 Tagen zum Ziel“ oder „3 W – Mein Weg zum Job“ sollen Langzeitarbeitslosen und Wiedereinsteigern eine erfolgreiche Rückkehr ins Erwerbsleben ermöglichen. Im Gespräch mit Alleinerziehenden tauschten sich Tauber und Whittaker aus, welche Hürden es beispielsweise bei einem Vorstellungsgespräch zu bewältigen gilt. Die Tipps reichten dabei von einem originellen – aber orthografisch korrekten – Bewerbungsschreiben bis hin zu kreativen Antworten auf Standard-Fragen wie „Was haben Sie für Stärken und Schwächen?“.

Die Stärke der AQA sei die individuelle und zielgerichtete Begleitung, betonte Helmtrud Abs. Man verstehe sich als Türöffner, lege in Gesprächen mit möglichen Arbeitgebern aber auch alle Karten auf den Tisch und weise auf die spezifischen Problemlagen der einzelnen Teilnehmer hin. Tauber und Whittaker zeigten sich beeindruckt von der großen Angebotspalette und versprachen, die eine oder andere Anregung mit in die politische Diskussion nach Berlin zu nehmen.

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